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Mit Wikis Projektanträge entwickeln?

Ich frage mich gerade, ob sich mit einem öffentlich zugänglichen Wiki gemeinsame Ideen entwickeln lassen, die dann beispielsweise für das Stellen von Projektanträgen genutzt werden sollen. Oder für Zeitschriftenartikel. Rezensionen, Buchbeiträge, die kooperativ entstehen sollen. Kommt es hier nicht zu einem Konflikt zwischen dem Urheberrecht einzelner Autor/innen und der - jedenfalls potentiellen - sozialen Autorschaft in einem öffentlich zugänglichen Produktionsmedium wie einem Wiki? Wer besitzt also die Verwertungsrechte an einem in einem für jeden zugänglichen Wiki entstehenden Text?

Und umgekehrt: Wenn ich gemeinsam mit anderen eine Projektidee entwickeln will, muss ich doch davon ausgehen, dass ich das in einem vor fremden Blicken geschützten Raum tue, damit am Ende nicht jemand anderes unsere Ideen aufgreift und den Antrag gestellt hat, bevor wir so weit sind. Brauche ich nicht für diesen speziellen Zweck ein Wiki, das hinter einem passwortgeschützten Zugang liegt und nur für die an dem entstehenden Projekt Beteiligten geöffnet wird?

Auf Nachfrage bei den Autor/innen des Buchs Wikitools bekomme ich die Empfehlung, zur Ideenfindung ein passwortgeschütztes Wiki einzurichten. Vor allem, um den möglicherweise hemmenden Faktor der bei jedem Entwicklungsschritt unmittelbar anwesenden Öffentlichkeit auszuschalten. Mein Bedenken, dass dies der Wiki-Philosophie widersprechen könnte, wird mit der Erläuterung entkräftet, dass auch beim Medium Wiki letztlich darauf ankäme, für welchen Zweck man es einsetzten wolle.

Ich schließe daraus: Ein in einem geschlossenen Bereich arbeitendes Team, dass vom Nutzen der Wiki-Technologie überzeugt ist, wird die phantastischen Möglichkeiten dieses Mediums sozusagen im Kleinen nutzen können, auch ohne dass die Weltgemeinschaft - wie bei der Wikipedia - permanent anwesend ist.

Andererseits - in Anlehnung an die Wikitools-Autor/innen: Würde die zu entwickelnde Projektidee nicht vielleicht über ganz andere, überraschende Momente bereichert, wenn auch “fremde” Ideengeber/innen erst mitlesen, dann mitschreiben würden? Und sollte man Wissen nicht so verfügbar wie möglich für alle entwickeln, speichern und weiter entwickeln?

Fragen über Fragen - auf dem unglaublich inspirierenden Feld der sozialen Software, wie ich finde.

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7 Responses to “Mit Wikis Projektanträge entwickeln?”

  1. Thomas Klein sagt:

    Zum Thema Projektanträge: Diebe gibt es überall. Ein geschützter Bereich ist nur dann sinnvoll, wenn jede Person eindeutig identifizierbar ist und eine schriftliche juristisch-sichere Erklärung zur Mitarbeit abgibt.

    Mein Vorschlag ist, das Portal http://www.openBC.de zu nutzen, um Gleichgesinnte zu finden.

    Mein erste Lösung ist : Meine Ideen schreibe ich mir selber auf und schicke sie mir selber unterschrieben in einem Brief an mich zu. Warum?
    Dies ist die billigste Sicherheitslösung meiner Idee. Nun sollte einmal einer meine Idee umsetzen. Ich habe dann einen guten Anwalt.

    “Und sollte man Wissen nicht so verfügbar wie möglich für alle entwickeln, speichern und weiter entwickeln?”, nur im Prinzip, ja.

    Die Realität sieht anders aus.

    Jeder , der Eine Idee hat möchte davon auch einen Nutzen haben. Warum werden Patente angemeldet? Eben um sein patentwürdiges Wissen zu sichern. Warum gibt es einen Urheberschutz? Natürlich, um die Urheber zu schützen und so weiter.

    “Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit”, sagte ein Klassiker und ein anderer sagte dazu weiter: ” … und mit Sachkenntnis entscheiden”.

    Darauf kommte es an. Mein gemeinnütziges Projekt lautet: Gemeinnützige Systematische Rauchmelder-Erfassung (G-SRME). Es ist mein Modellprojekt in Berlin.

    Nun bin ich gespannt, wer sich alles dafür interessiert , um Menschen eine Chance, nein eine Lösung auch zur eigenen Sicherheit zu ermöglichen.

    Menschen ohne Arbeit gibt es leider so viele. Was sie brauchen ist eine sinnvolle Arbeit, sie wollen sich einbringen, sie wollen nützlich sein, sie wollen vorrangig gebraucht werden, oder?

    Thomas Klein
    Dipl.-Ing. (TU)
    Informationsvermittler

    Thomas Klein

  2. Thomas Klein sagt:

    Inzwischen ist viel Zeit aber nicht nutzlos verstrichen. Das Initativprojekt G-SRME (kurz: Rauchmeldererfassung) wurde an den Bundesvorstand des DGB und den Deutschen Mieterbund e.V. zu Information, Stellungnahme und zur möglichen Unterstützung eingereicht.

    Auch mit Hilfe eines Bildungsträgers wurde ein Antrag beim Jobcenter gestellt, um diese gemeinnüzige Arbeit durchzuführen und Menschen ohne Arbeit - nicht nur das Gefühl des Gebrauchtseins - zu geben.

    Leider hat sich sonst keine von alleine durch diese Veröffentlichung bei mir gemeldet. Als wenn es eine Starre- bei den Menschen, dies es ja betrifft- gibt. Es ist erstauliche, dass es VdS-Rauchmelder für 1,50 Euro im Baumarkt gibt. Verkauft werden pro Jahr max 500 Rauchmelder im Baumarkt, wie mir gestern eine nette Mitarbeiterin verraten hat. Nun kann ja jeder einmal ausrechnen wieviel Rauchmelder in einer Stadt in Wohnungen etc. eingebaut werden müßten, wenn der Baumarkt in der Nähe nur so wenige Rauchmelder pro Jahr verkauft und die Zeit ermitteln, bis alle Wonungen mit durchchnittlich 2 Rauchmeldern bei max. 80 m²-Wohnfläche als Berechnungsgrundlage gewählt, ausgestattet sind.

    Übrigens suche ich immer noch interessierte Nutzer, die sich gerne dem Projekt nicht nur anschließen wollen, sondern wenigstens selbst für sich handeln.

    Thomas Klein
    Kontakt: g-srme@gmx.de

    30.01.2007

  3. coach4u sagt:

    Sobald man sich um Patente & Rechte Gedanken macht verflüchtigt sich die Kreativität. Kreativität ist frei, sie verträgt keine Reglementierung.

  4. Thomas Klein sagt:

    Quelle: http://www.nlp-coaching-news.de/ bzw. coach4u sagt: …..

    Was heißt hier Reglementierung oder Verflüchtigung der Kreativität?

    Dies mag ja bei einigen Menschen so sein. Zum Glück ist es die Ausnahme. Ich gehöre nicht dazu und erfolgreiche Unternehmen und Manager wissen dies auch und handeln!

  5. NLP Practitioner sagt:

    Das das der Ausnahme ist bezweifle ich stark! In Deutschland hat man die Kreativität in Unternehmen instutionalisiert und reglementiert. Das beste Beispiel ist das betriebliche Verbesserungs-Vorschlags-Wesen. Wenn der Antrag nicht in dreifacher Form richtig ausgefüllt ist, wird die Idee erst gar nicht berücksichtigt!

  6. Thomas klein sagt:

    “Wenn der Antrag nicht in dreifacher Form richtig ausgefüllt ist, wird die Idee erst gar nicht berücksichtigt! “, ja wie dumm!

    So ist wohl auch der TOYOTA HYBRID nach Deutschland gekommen, weil wir Deutsche es nicht verstehen gemeinsam alles Gute in einen Topf zu geben.

    Nur weiter so dumm? Ich meine ehrliche Verbündete
    finden, um die gute Sache und die guten Ideen voranzubringen, der Sache der Idee wegen. warum erkennen wir nicht an, dass ein anderer Mensch eine gute Idee hat und unterstützen ihn nicht weiter? Ja, dann kommen eben die Produkte eben von Übersee und die Arbeitsplätze gehen verloren in Deutschland. Wollen wir dies wirklich? Einfach mal über die Tischkante schauen und nachdenken!

    Thomas Klein

  7. Lynetta Matlock sagt:

    Endlich mal ein Blog, der wirklich informative Artikel liefert. Leider ist im deutschsprachigen Netz die Bloggerei nicht besonders vorhanden, hier hat der Leser aber einen echten Mehrwert. Ich finde auch teilweise die Kommentare sehr informativ. Da sieht man, dass sich jemand echte Arbeit gemacht hat.

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