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Sieben illustrierte pädagogische Betrachtungen über das Nichtwissen

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Alle Jahre wieder kommt … die Zeit, wo auch Feiertags die eine oder andere Seite im Netz gelesen und angeschaut wird. Mir begegnet gerade diese wundervolle, anregende Reflexion über das Leben, die Erziehung der Kleinen, die Bildung der Größeren und vor allem - den Zustand des Nichtwissens. Ich lese:

Polar sind beide - Wissen und Unwissenheit - aufeinander angewiesen. Sie bedingen sich, können ohne einander nicht sein. Dies ist zugleich die dualistische Verfasstheit von Erziehung und Pädagogik, letztlich jeder erzieherischen Handlung und pädagogischen Maßnahme. Denn Erziehung und Pädagogik gründen immer in der Differenz von Wissen und Nichtwissen.

Und weiter:

Eine Spirale der Moderne und unserer Zeit ist, dass mit jedem Wissen, das produziert wird, zugleich auch der Bereich des Nichtwissens - das Bewusstsein um die Begrenztheit des eigenen Wissens - wächst (N. Luhmann). (…) Die Wissensaneignung im 21. Jahrhundert ist dadurch gekennzeichnet, dass die Aneignungsoperationen für die Beteiligten selbst zum Thema werden, “wenn Aneignung sich selbst zum Adressaten von Beobachtung macht, wenn Aneignungsfähigkeiten und -schwierigkeiten zum kontinuierlichen Bestand von Selbstreflexion werden.” (Kade/ Seitter 2004, S. 340)

Die so genannte Professionalität lebenslangen Lernens besteht aber zum anderen auch darin, “dass das Lernen unter dem Gesichtspunkt eines möglichen späteren Lehrens beobachtet wird und damit ständig zwischen Vermittlungs- und Aneignungsoptionen changiert.” (ebd.) Lehren und Lernen sind heute zu einem dynamischen, sich wechselseitig bedingenden und verstärkendem Zusammenhang verschmolzen. Denn lebenslanges Lernen in unserer Wissensgesellschaft “zielt auf diese Verbindung einer kontinuierlichen, beobachteten und reflektierenden Aneignung und Weitergabe von Wissen.” (ebd.)

Im Gegensatz zu früheren Zeiten und zu traditionellen Verständnisweisen von Lehren und Lernen sind sowohl die Reflexivität in Bezug auf Aneignen und Vermitteln von Wissen kennzeichnend als auch das Bewusstsein über zunehmendes Nichtwissen, das an die Vermehrung von Wissen unauflösbar gekoppelt ist.

Autor dieser Zeilen ist Prof. Dr. Georg Peez, Professor für Kunstpädagogik/ Didaktik der Kunst an der Universität Duisburg-Essen. Der Text enthält neben vielen Gedanken, die mich sehr ansprechen, ein Reihe passender Abbildungen, von denen eine hier zu sehen ist. Eine lohnende Lektüre, um zwischen den Jahren nicht ins absolute Nichtwissen zu fallen.

Sieben illustrierte pädagogische Betrachtungen über das Nichtwissen

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