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Bekannten Autor/inn/en bei der Arbeit über die Schultern schauen

flensburg_wasserturm1Es ist schon erstaunlich, was das Internet so alles möglich macht - und vor allem: welche überraschenden Ideen die neuen technischen Möglichkeiten hervorbringen. Was mich besonders fasziniert: Es ist von niemandem so geplant worden, niemand hatte es vorher bedacht, und dann entstehen wirklich neue Dinge auf der Baisis von etwas, was für ganz andere Dinge geschaffen wurde. Unglaublich, Zeuge solcher Enwicklungen sein zu können.

Eine ganz aktuelle Nutzungsform des Internets beobachte ich seit ein paar Tagen. Die bekannten Autor/inn/en Vera F. Birkenbihl und Fritz B. Simon ermöglichen uns einen Blick über ihre Schultern. Wir können sie dabei beobachten, wie sie jeweils ihr neuestes Buch schreiben. Beide Autor/inn/en nutzen dafür ein speziell für diesen Zweck eingerichtetes Weblog.

Vera F. Birkenbihl, bekannt geworden durch Bücher und Workshops zum “gehirngerechten” Lernen und Arbeiten, bezeichnet ihr Vorhaben als Blogexperiment. Beinhahe täglich lässt sie mithilfe der Vilshofer “WissensAgentur” einige neue Seiten ihres gerade enstehenden Romans Online stellen. Den eigentlichen “Experimental-Charakter” ihres Experiments sieht die Autorin darin, am Ende ihrer im Blog geposteten Romanabschnitte “eine kleine Frage” an die Leser/innen zu stellen, auf die mit Ja oder Nein geantwortet werden soll. Der Ausgang des Romans soll dann von der Leser/innen-Meinung abhängig gemacht werden. Selbstverständlich spielen auch die Kommentare im Blog eine Rolle bei der Weiterarbeit am Text. Die bereits vorhandenen Leser/innen-Meinungen nach etwa zehn Tagen seit Beginn des Experiments lassen jedenfalls weitere interessante Auseinandersetzungen erwarten. Schade ist nur, dass wir bisher noch keine direkten Reaktionen von Frau Birkenbihl auf einzelne Kommentare lesen können, das sie viel unterwegs ist und die WissensAgentur” für sie stellenvertretend diese Rolle übernimmt.

Im vom Carl-Auer Verlag betreuten Weblog Online-Buch können wir fast täglich verfolgen, wie Fritz B. Simon an seinem neuen Buch “Einführung in die systemische Organisationstheorie” schreibt. Fritz B. Simon ist Psychiater und Psychoanalytiker, Professor für Führung und Organisation am Institut für Familienunternehmen der Universität Witten/Herdecke und Geschäftsführer des Managementzentrums Witten GmbH. Seit Anfang Januar diesen Jahres können wir verfolgen, wie Abschnitt für Abschnitt das neue Fachbuch des Autors ensteht und welche vielfältigen Diskussionen sich um einzelne Aspekte in den Kommentaren entwickeln. Besonder interessant wird die Sache, weil der Autor selbst immer wieder durch eigene Kommentare in die Diskussion eingreift und dadurch die Botschaften seiner Texte noch deutlicher herauskommen, als durch den Fachtext selbst.

Beide Projekte laden zu Teilnahme ein. Und wir können gespannt sein, wer uns demnächst noch alles beim Schreiben über die Schulter schauen lässt. Andere haben ja schon aus unterschiedlichen Beiträgen in ihrem Blog einen Fachartikel kompiliert, jetzt nutzen einige Autor/inn/en Weblogs als Möglichkeit zur unmittelbaren Kontaktaufnahme zwischen Rezipient und Produzent. Was da wohl noch alles kommen wird …

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8 Responses to “Bekannten Autor/inn/en bei der Arbeit über die Schultern schauen”

  1. Alexandra Graßler sagt:

    [….Schade ist nur, dass wir bisher noch keine direkten Reaktionen von Frau Birkenbihl auf einzelne Kommentare lesen können, das sie viel unterwegs ist und die WissensAgentur” für sie stellenvertretend diese Rolle übernimmt.]

    Das ist inzwischen anders! Frau Birkenbihl hat zwischendurch alle Nachrichten von mir gesichtet und mir verschiedene Antworten gesendet. Diese stehen bereits alle in den jeweiligen Kommentarthreads drin.

    Und vielen Dank für den Hinweis. Ich find’s selbst sehr spannend, was sich durch Blogs alles verwirklichen lässt.

    Schöne Grüße aus Passau
    Alexandra

  2. Update zum Romanexperiment von Vera F. Birkenbihl at Weblogs und Wikis sagt:

    […] Reinhard Völzke vom Strukturnetzblog […]

  3. Peter sagt:

    Lieber Herr Völzke,

    vielen Dank für diesen interessanten Hinweis. In das “Online-Buch” beim Carl-Auer-Verlag habe ich mich eine halbe Stunde “verlesen”. Ausgesprochen mutig, was der Verlag da unternimmt. Erst kürzlich erfuhr ich von einem Prof., der seine Skripte noch nicht mal über eine geschützte Website seinen Studierenden überlassen wollte, weil er um seine Tantiemen fürchtete.

    Ich sehe aber auch, welche enorme zusätzliche Belastung es ist, sein Werk öffentlich zu verrichten. In einigen der Kommentaren zielen die Blogleser auf hohem sprachlichen Niveau ganz tief unter die Gürtellinie und das seitenweise und nach allen Seiten und wenig weise. Hätte ich ein ähnliches Projekt im universitären Kontext mit Studierenden durchgeführt, hätte ich die Notbremse gezogen und die Frage nach Qualität und Quantität der Beiträge aufgeworfen.

    Nochmals Danke für den Hinweis und
    freundlichen Gruss vom Zürisee
    Peter

  4. Reinhard Völzke sagt:

    @alexandra: danke für den hinweis darauf, dass frau birkenbihl sich auch auf die von ihnen geschilderte weise am bloggen beteiligt - so wird diese interaktive form genutzt, um mit einer bekannten autorin wirklich in eine art dialog einzutreten. faszinierend, was das medium internet im web-2.0-zeitalter möglich macht.

    @peter: ja, mutig finde ich das auch, rechtlich und auch menschlich. ich bin gespannt, wie herr simon mit der kritik an seinen gedanken umgehen wird. seine schon vorhandenen kommentare sind ja immer besonders interessant, finde ich.

  5. Wolfgang Jütte sagt:

    Aus einer Mailinglister zu Sozialen Netzwerken von INSNA (http://www.insna.org/) habe ich noch einige weitere Beispiele im angelsächsischen Bereich gefunden. Ich zitiere Alvin Chin:

    “Shel Israel and Robert Scoble (formerly Chief Blogging Officer at Microsoft, before now working at PodTech) wrote their book “Naked Conversations” on the business of blogging, that follows what the experiment is doing. They wrote their book based on soliciting comments from readers of their blog http://redcouch.typepad.com/.

    Another example, was a magazine article by Wade Roush from Technology Review ( http://www.technologyreview.com/ ), a technology magazine from MIT, where he wrote his article about Social Machines ( http://www.continuousblog.net/2005/07/social_machines.html ), how technology becomes social, by posting drafts of his article and getting
    feedback from the readers.
    The readers are able to make corrections and provide quick feedback, and are invaluable.”

    Noch weitergehend sind Formen kollaborativen Schreibens. So soll ein Buch “We Are Smarter Than Me” mit allen Interessierten geschrieben werden. Wenn ich es richtig gelesen habe, ist der Aufruf über Mailingliste an über 1,8 Millionen Leser gegangen!

    * Wharton Business School: 675,000 invitees
    * MIT Sloan School of Management: 400,000 invitees
    * Pearson: 500,000 invitees
    * Shared Insights: 250,000 invitees

    Ich zitierte aus dem Knowledge@Wharton Newsletter:

    “Last month we invited Knowledge@Wharton readers to participate in a novel initiative in book publishing. The project, tentatively called We Are
    Smarter Than Me, is an experiment to see whether a large community of
    business people can jointly author a book of the same name. Pearson will
    publish the book later this year. The book focuses on ways in which companies are learning to leverage social networks and the power of
    communities to improve their performance by allowing customers or others to take over functions typically performed by experts. Every contributor will be credited as an author, and will help direct royalties to charity.
    While several readers have already signed on, we are looking for more
    participants. We encourage you to explore this opportunity by going to the
    We Are Smarter website. http://www.wearesmarter.org/

  6. Adriana sagt:

    thanks for share!

  7. Elenice sagt:

    keep sharing such ideas in the future as well. this was actually what i was looking for, and i am glad to come here!http://www.asusbrasil.com

  8. Corinta sagt:

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