Strict Standards: Redefining already defined constructor for class WP_Dependencies in /www/htdocs/w005ce78/blog/wp-content/plugins/wordpress-support/wordpress-support.php(10) : runtime-created function(1) : eval()'d code(1) : eval()'d code on line 1
Strukturnetz Blog » Blog Archive » Validierung von Bildungsleistungen

Validierung von Bildungsleistungen

Zertifizierung von BildungsleistungenSich mit der Anerkennung von informell erworbenen Kompetenzen zu beschäftigen, heißt immer wieder, von anderen zu lernen. Diesmal ist die Schweiz an der Reihe. Das Schweizer Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hat jetzt einen Leitfaden vorgelegt, der die Validierung von Bildungsleistungen gut nachvollziehbar beschreibt. Unter dem Motto “Der Erfahrung einen Wert verleihen” werden die gesetzlichen Grundlagen und die Phasen des Anerkennungsprozesses beschrieben. In der Zusammenfassung heißt es:

Gemäss dem neuen Berufsbildungsgesetz sollen Erwachsene den Zugang zu eidgenössischen Abschlüssen auch dann erhalten, wenn sie nicht einen vollständigen, formalen Bildungsgang durchlaufen haben. Beim Nachweis, dass sie die für den Abschluss einer beruflichen Bildung gefordertenKompetenzen bereits besitzen, sollen ihnen berufliche und ausserberufliche Praxiserfahrung sowie fachliche und allgemeine Bildung angemessen angerechnet werden. Das oberste Ziel lautet: Gleiche Kompetenzen führen zu gleichen Titeln. Das heisst, für einen Titel sind die Kompetenzen massgebend, es spielt keine Rolle, auf welche Weise eine Person diese erlangt hat. Die sogenannten „anderen Qualifikationsverfahren“ müssen demzufolge gegenüber den herkömmlichen Qualifikationsverfahren gleichwertig sein.

Das finde ich ein ganz wunderbares Ziel: Gleiche Kompetenzen führen zu gleichen Titeln. Warum nur tun wir uns in Deutschland bisher so schwer mit dieser Zielsetzung, die zwar auch hier immer mehr Verantwortliche teilen, der wir aber - bis auf verhältnismäßig kleine Projekte - noch nicht im Ansatz so nahe gekommen sind, wie die Schweizer mit ihren Aktivitäten in den letzten zehn Jahren.

Wie gehen die Schweizer vor? Sie haben ein Vierphasenmodell geschaffen, das die Qualität des Validierungsverfahrens sichern soll:

In der Phase „Information und Beratung“ erhalten interessierte Personen die nötigen Informationen zum Vorgehen und Auskünfte über ihre Chancen, mittels eines anderen Qualifikationsverfahrens einen Titel, einen Ausweis oder eine Zulassung zu einer Ausbildung zu erwerben. Diese Beratung kann während des ganzen Verfahrens je nach Bedarf beansprucht werden.

Das Vorgehen, welches einer Person erlaubt, ihre persönlichen und beruflichen Kompetenzen zu identifizieren und zu analysieren steht im Zentrum der Phase „Bilanzierung“. Die Person stellt ein Dossier zusammen, in welchem sie belegt, welche Kompetenzen des anvisierten Berufes sie besitzt.

In der Phase „Beurteilung“ wird das erarbeitete Dossier von Expertinnen und Experten aus herkömmlichen Qualifikationsverfahren beurteilt.

Die vierte Phase ist in zwei Teilphasen unterteilt: Der Entscheid des zuständigen Validierungsorgans, welche Qualifikationsbereiche erfüllt sind, geschieht auf der Basis der Expertenbeurteilung in der Phase “Anrechnung” (4a). Hier wird eine rekursfähige Lernleistungsbestätigung ausgestellt. In dieser Phase entscheidet das für die Validierung zuständige Organ auch, welche ergänzende Bildung, resp. ergänzende berufliche Praxis jemand noch absolvieren muss, um den anvisierten Abschluss zu erhalten.

Der offizielle Akt der „Zertifizierung“ (4b) erfolgt in den üblichen Strukturen und Verantwortungen der herkömmlichen Ausbildungsgänge der Berufsbildung, sobald die fehlenden Qualifikationsbereiche nachgeholt und überprüft sind.

Mehr Informationen gibt es auf dieser Internetseite zur Validierung von Bildungsleistungen des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie.

Ähnliche Beträge

  • No related posts.

Kommentar schreiben