Öffentlichkeitsarbeit zwischen Manipulation und Hofberichterstattung?
10. September 2007Da ich ja hauptberuflich u. a. für Kommunikation zuständig bin, genauer gesagt für PR oder - auf Deutsch gesagt - Öffentlichkeitsarbeit, habe ich jüngst eine wirklich empfehlenswerte Weiterbildung hierzu besucht. Veranstalter war das Deutsche Institut für Public Relations e. V., Hamburg, im Kurs gings um Methodische Öffentlichkeitsarbeit, statt gefunden hat das einwöchige Seminar in Bad Dürkheim.
Neben vielem anderen hat mich das Seminar sensibilisiert für die Unterschiede und Berührungspunkte zwischen Journalismus, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing. Öffentlichkeitsarbeit unterliegt immer wieder der Gefahr, durch weitergegebene Informationen direkten Einfluss auf das Käufer- bzw. Nutzerinnenverhalten bestimmter Zielgruppen gewinnen zu wollen. Dies geschieht beispielsweise dann, wenn redaktionelle Beiträge in die Fachpresse lanciert werden, statt bezahlte Anzeigen zu schalten. Ein offensichtlich in der einen oder anderen Form häufig praktiziertes Vorgehen. Zuständig ist hier natürlich das Marketing und nicht die PR-Abteilung. Öffentlichkeitsarbeit kann und soll Marketing in einem solchen Fall flankieren, darf aber nicht als “günstigeres Marketing” missbraucht werden. Das widerspricht den Regeln der Pressefreiheit, was selbstverständlich auch zu Lasten der Fachorgane geht, die dieses Spiel mitmachen und dabei gut mitverdienen. Lesen Sie mehr … »

